Mein Name ist Michael Ackermann

Im August 2014 wurde ich, aufgrund von extremen Alkoholmißbrauchs, in das Uniklinikum Marburg eingeliefert.Ich konnte nicht mehr laufen. Mein Urin war rot. Meine Haut und die Augen tiefst gelb.In der Klinik wurde festgestellt dass ich kaum noch Natrium oder Salze im Körper hatte. Auch alle anderen Werte waren katastrophal.

Diagnose: zu 99 % Leberzirrhose.

Eine Woche später, ich war inzwischen von der Intensivstation auf die normale Station verlegt worden, wurden mir und meiner Frau mitgeteilt, dass ich keine Überlebenschance hätte und ich daran definitiv und ganz sicher innerhalb der nächsten 3 Monate sterben würde.

Defintiv.Ohne Chance.

Ein danach geplanter Selbstmordversuch in der Klinik scheiterte aufgrund meines körperlichen Zustands (zu schwach)

Man schickte mir eine Psychiaterin auf das Zimmer, die mich auf das Sterben vorbereiten sollte. Und entließ mich nach 6 Wochen auf eigenen Wunsch zum Sterben nach Hause.

Ich konnte nicht laufen. (Rollstuhl) War physisch und psychisch völlig am Ende.

Nach Monaten der Einnahme von Kortison, Hepamerz, Pantoprazol, Ursofalk, Konakion und Prednisolon. der intensiven Pflege meiner Frau, lebergerechtem Kochen und  einem großen Kampf meinerseits, schaffte ich es zu überleben. Selbst eine Lebertransplantation war nicht nötig.

Der Leberarzt der Klinik, der mir noch Monate vorher mein nahes Ende voraus gesagt hatte, teilte mir am 18 November 2014 mit, dass ich es, wie auch immer, geschafft hätte. Er sprach von einem Wunder. Er und seine Kollegen würden kopfschüttelnd über meinen Blutwerten sitzen.

Über diese Zeit: Einlieferung, Diagnose, Hoffnungslosigkeit, meinem Kampf, Familie, den ganzen Gefühlen, sowie meinen Kampf zurück ins Leben und eben diesem regelrechten „Wunder“ habe ich ein Buch geschrieben. Allzu gerne würde ich meine Geschichte publik machen , um anderen Mut zu machen niemals aufzugeben.